Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 10. Juni 2018, 21.45 Uhr, SRF 1
Es ist der Moment, der sein Leben auf den Kopf stellt: Jacques Dubochet erfährt, dass er den höchsten Preis der Wissenschaft, den Nobelpreis, erhält. «Reporter» heftet sich dem Waadtländer Forscher an die Fersen und beobachtet, was der Nobelpreis mit ihm macht. Eine Reportage von Marc Meschenmoser.
Zwei Stunden nachdem Jacques Dubochet vom Nobelpreis erfahren hat, gibt er «Reporter» sein erstes Interview. «Die Forschung gibt mir die Kraft zu leben. Als Kind hatte ich Angst vor der Nacht. Erst als ich dank der Wissenschaft Zusammenhänge verstand, ging es mir besser», erklärt er seinen bis heute anhaltenden Wissensdurst.
Angst begleitet den 76-Jährigen noch heute: «Ich fürchte mich davor, den Kopf und damit mein Wissen zu verlieren», erzählt er Reporter Marc Meschenmoser.
Im Film reflektiert der Nobelpreisträger kritisch, was der höchste Preis der Wissenschaft mit ihm macht. «Der Rummel um meine Person wird erst aufhören, wenn ich sterbe. Es ist einfach, sich darin zu verlieren. Meine Kinder sagen mir: «Du bist egoistisch geworden.»
«Reporter» über einen bemerkenswert selbstkritischen Mann, der auch angesichts von Ruhm und Ehre sich selber treu bleiben will.




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